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Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik
Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST unterstützt seine Kunden und Partner bei allen Fragestellungen zur Digitalisierung. Es entwickelt innovative und anwendungsnahe Lösungen für digitale Dienste und beschäftigt sich mit dem Aufbau komplexer IT-Strukturen sowie der Verwirklichung passender Lösungen für die sichere und bedarfsgerechte Erfassung, Verarbeitung und Bereitstellung von Information.

Lösungen zur Digitalisierung stellen wesentliche Treiber zu einer massiven Qualitäts- und Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen dar. Digitalisierung wird Strukturen im Gesundheitswesen verändern und zum Teil auch völlig umgestalten. Das Spektrum hierzu umfasst die unterschiedlichsten Facetten: Veränderte Prozessstrukturen bei Leistungserbringern oder Kostenträgern, neue Formen der Behandlung, personalisierte Medizin durch Datenverfügbarkeit und Analytik, verbesserte Arzt-Patienten-Beziehungen, neue Leistungen und Angebote für Versicherte oder auch völlig neue Formen des Zugangs zu Prävention und Gesundheit für den Einzelnen. Die Abteilung Digital Health des Fraunhofer ISST fördert ein Digital Business Engineering für das neue, digitale Gesundheitswesen. Wir unterstützen Kostenträger, Leistungserbringer und Unternehmen in der Gesundheitswirtschaft in ihren Digitalisierungsstrategien, konzipieren und entwickeln digitale Produkte und Services und helfen bei der Transformation von existierenden analogen in digital gestützte Prozesse.

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir Sie, als Student/in zur Erstellung einer Bachelor-/Masterarbeit zum Thema: Konzeption und Umsetzung einer Pseudonymisierung von Gesundheitsdaten am Beispiel des Projetks EPItect. Das Thema kann entsprechend des Abschlusses/Studiengangs angepasst werden.

Was Sie erwartet
Epilepsie zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. Charakteristisches Symptom sind wiederkehrende epileptische Anfälle, die für Betroffene und Pflegende sehr belastend sind: Sowohl die Unvorhersehbarkeit der Anfälle als auch die Bewusstseinsstörungen und der Kontrollverlust über verschiedene Körperfunktionen tragen dazu bei, dass sich der Betroffene schwerwiegende Verletzungen zuziehen kann, die eine Pflege verkomplizieren. Eine rechtzeitige Erkennung der Anfälle kann Pflegende unterstützen und dabei helfen, entsprechende Sicherheitsmaßnahmen für den Patienten zu ergreifen. Neben einer solchen Früherkennung hilft zudem eine genaue Aufzeichnung der Anfälle bei der individuellen Abstimmung der Therapie.

Ziel des Projekts „EPItect“ (www.epitect.de) ist die Entwicklung eines nicht-invasiven Sensorsystems, das die für die Prognose epileptischer Anfälle relevanten Biosignalmuster detektiert. Der Sensor soll von den Patientinnen und Patienten am Ohr getragen werden können. Über mobile Endgeräte werden die Daten ausgewählten Personen zur Verfügung gestellt. So kann bei Bedarf auch das pflegende Umfeld einbezogen werden.

Durch diese speziell entwickelte IN-Ohr-Sensorik und eine Vernetzungsinfrastruktur, die sowohl über eine App als auch über ein Internetportal funktioniert, soll die Basis für verschiedene technische Innovationen gebildet werden: Mobile Begleiterlösungen, Alarmdienste und Anwendungen für Eltern oder Lehrer – immer mit dem Ziel im Blick, Epilepsiepatienten und ihren Betreuern sowohl stationär als auch im privaten Umfeld eine bestmögliche Lebensqualität zu ermöglichen.

Neben der Optimierung der Behandlung und der Lebensqualität im Einzelfall soll die zu entwickelnde Plattform ebenfalls zur Identifizierung von fallübergreifenden Verbesserungspotentialen der Behandlung bzw. Pflege ermöglichen. Dazu soll die IT-Infrastruktur ebenfalls die Analyse der von den Pflegenden, den Patienten sowie von der Sensorik erfassten Daten zum Fall (z. B. Anfallsdokumentation, Therapieinformationen, Informationen über Vitalparameter) unterstützen. Im Rahmen der Arbeit sollen die Anforderungen an eine Pseudonymisierungskomponente identifiziert werden, die für fallübergreifende Analysen grundlegend ist. Vor dem Hintergrund aktueller Technologien und Methoden sowie des Gesetzesrahmens soll eine Konzeption und Umsetzung einer solchen Komponente durchgeführt werden.

Ihre Aufgaben:
  • Einarbeitung in die rechtlichen Grundlagen der Pseudonymisierung
  • Einarbeitung in bestehende Methoden und Technologien der Pseudonymisierung
  • Einarbeitung in die Epilepsiefallrelevanten Daten sowie den HL7 FHIR Standard
  • Analyse der fachlichen sowie rechtlichen Anforderungen
  • Erstellung eines Fachkonzepts
  • Erstellung eines Technischen Konzepts für die Pseudonymisierungskomponente
  • Umsetzung der Komponenten unter Nutzung der Projekttechnologien wie z. B. Java EE, Vaadin, HL7 FHIR API

Bachelor-/Masterarbeit zum Thema: Konzeption und Umsetzung einer Pseudonymisierung von Gesundheitsdaten am Beispiel des Projekts EPItect

Kennziffer: ISST-051-2016-31
Ihre Aufgaben:
  • Arbeit mit verschiedenen innovativen Technologien
  • Arbeit in einem jungen Team in offener Atmosphäre
  • Spannendes Forschungsumfeld im Bereich des Gesundheitswesens
  • Einstiegsmöglichkeit in Projekte mit namenhaften Industriepartnern oder andere öffentlich geförderte Forschungsvorhaben (auf nationaler und europäischer Ebene)



Ihre Voraussetzungen:
  • Begeisterung für Fragestellungen der Digitalisierung und Digital Health
  • Idealerweise verfügen Sie über erste Berufserfahrung aus Praktika in einem der Bereiche Datenmanagement, Datenanalytik oder Datenwirtschaft
  • Ausgeprägte analytische und kommunikative Fähigkeiten
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse



Fragen zu dieser Position beantwortet gerne:
Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte - unter Angabe der Kennziffer ISST-051-2016-31 - vorzugsweise in einem PDF-Dokument (max. 10 MB) per E-Mail an:

Salima Houta, M. Sc.
Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST
Emil-Figge-Straße 91
44227 Dortmund
E-Mail: bewerbung@isst.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik
Dortmund

http://www.isst.fraunhofer.de


Bewerbungsschluss: 16.02.2017
Bewerbungsschluss: 16.02.2017 Erschienen auf academics.de am 20.12.2016
Bitte beziehen Sie sich in Ihrer Bewerbung auf  academics.ch